Historie

Ab 1838 wurde auf dem Brauereigelände, genauer in der Karlstraße 10, Bier gebraut. Um 1867 übernahm Georg Breidenbach die Brauerei unter dem früheren Namen „Zum Erbacher Hof“.

Zu dieser Zeit gab es in Darmstadt viele kleine Hausbrauereien, jeder Stadtteil hatte quasi sein eigenes Bier, das meist für den Eigenbedarf und allerhöchstens für den Kannenverkauf gebraut wurde.

Der Name GROHE tauchte erstmals 1899 auf, als Gabriel Grohe zum Besitzer der Brauerei „Zum Erbacher Hof“ wurde.

Gabriel Grohe brauchte sich um die Zukunft seines Betriebes nicht sorgen. Gesegnet mit sechs Kindern (drei Töchter und drei Söhne) war die Existenz der Brauerei gesichert.

Nachdem der eine Sohn, Otto, nicht aus dem ersten Weltkrieg zurückkehrte, übernahm Georg die Brauerei und sein Bruder Josef wurde Braumeister.

Dessen Sohn, ebenfalls Otto, führte diese Tradition des Brauerhandwerks weiter und genießt sogar heute noch als wohlverdienter Ruheständler sein Grohe-Bier.

Allerdings kommt er nicht nur zu Besuch, obwohl andere Braumeister mittlerweile das Bier brauen, sondern packt hin und wieder doch noch einmal mit an.

Gegen Ende des zweiten Weltkriegs 1944 blieb von Darmstadt nur ein Trümmerhaufen übrig und auch mit der Brauerei „Zum Erbacher Hof“ war es damit vorbei. Erst 1948 wurde im Grohe erstmals wieder selbstgebraut. Ein Jahr zuvor wurden die durstigen Heinerkehlen noch mit Bier von der Rummel-Brauerei gestillt.

Zu dieser Zeit übernahm dann Maria Grohe, die Enkeltochter von Gabriel Grohe, das Geschäft und führte dies mit Geschick und eiserner Hand bis Ende der 80er Jahre – getreu nach dem Motto „hart aber gerecht“. Noch heute erzählen sich alteingesessene Stammgäste wie es damals war „als die Maria noch lebte…“

Ende der 80er Jahre übernahm dann Wolfgang Koehler die Brauerei. Seit 2016 kümmern sich Agnes und Thilo Hanke mit Ihrem Team um die Wirtshaus-Tradition in Grohe Ausschank, dem Biergarten und der Alten Scheune. 

Und so arbeiten Brauerei und Gasthaus bis heute noch zusammen, um die Wünsche der Gäste und den Durst nach frisch gezapftem Bier zufrieden stellend stillen zu können, denn auch heute noch schmeckt das Grohe Hell, Grohe Bock oder Grohe Märzen am besten frisch gezapft im hauseigenen Biergarten.

Impressionen